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LEBENDIGE WEITEN
Im April, nach dem frischen Regen,
Fließt der kleine Bach fröhlich dahin,
Die Luft erfüllt sich mit dem Duft des Grüns.
Ich wandere auf dem Bergpfad,
Zwei wilde Fasane schlagen mit den Flügeln,
wollen zu den Wolken emporfliegen.
Im Mai streckt die Sonne ihre Arme aus,
sie umarmt die kleine Stadt.
Die Nacht bricht langsam herein,
Ein Reh verirrt sich neben dem Grasstapel,
Es schaut sich um,
sein Ruf durchdringt den Himmel.
Im Juni verlangsamt der Bach seinen Lauf,
Die Vögel haben ihre Nester in den Bäumen,
Sie warten still auf das Kommen neuer Leben.
Lebendige Weiten,
Ich rieche die süße Luft von Blumen und Gras,
Ich höre die lauten Rufe der Insekten,
Ich berühre den wechselnden Fluss, mal kalt, mal warm,
Ich sehe das goldene Rapsfeld in der Ferne.
Lebendige Weiten,
Wir verschmelzen mit dem Rhythmus der Natur,
Wir tanzen gemeinsam mit ihr,
Wir erleben die unendlichen Möglichkeiten des Lebens.
Lebendige Weiten,
Die Wunder der Natur zeigen sich hier,
Wie ein Gemälde von Landschaften,
Wie eine Melodie für die Seele.
Jiaying Wu
An dem Moschelbach, 2023
